Girls Only!

Girls Only!

No Boys Allowes

 

Entweder man liebt sie oder man hasst sie: Junggesellinnenabschiede. Zugegeben, ich bin kein Fan davon, denn ich kriege diese Bilder von heiratswilligen Mädels in pinken Motto-Shirts und Plastik-Krönchen einfach nicht aus meinem Kopf. Wie sie zu Beginn der Hochzeitssaison im Frühjahr mehr oder weniger verzweifelt versuchen, mit Hilfe der besten Freundinnen Kondome, Küsschen und Schnäpse an den beschämten Mann zu bringen. Vielleicht sind es Vorurteile, aber ich bin mir sicher: Stilvoll geht anders.

Meistens sind es ja die Trauzeuginnen, die mit der ehrenvollen Aufgabe der Organisation betraut werden – oder besser: die Braut geht schlichtweg davon aus, dass sie die Planung übernimmt. Damit es nicht zu Missverständnissen kommt, gleich vorweg der erste Tipp: Sprecht miteinander, besonders wenn es darum geht, einen gemeinsamen Termin zu finden! Wahrscheinlich bis du ziemlich beschäftigt, je näher die Hochzeit rückt, aber an welchen Wochenenden du noch kein Probeessen oder einen Friseurtermin vereinbart hast, sollte deine Trauzeugin unbedingt wissen, um hinterher nicht im Orga-Chaos zu versinken. Was auch nicht zu unterschätzen ist, ist die Frage, wer eingeladen werden soll. Wenn deine Freundinnen nicht alle in der selben Stadt wohnen, solltest du deiner Trauzeugin eine Liste mit Namen und Kontaktdaten derer geben, die du an deinem Junggesellinnenabschied dabei haben möchtest. Wenn deine Mädels dich gut kennen und sie wissen, was dir gefällt, sollten deine Aufgaben hiermit erledigt sein. Dann heißt es nur noch: lass dich überraschen und genieß den gemeinsamen Tag!

 


 

Für die Trauzeuginnen unter euch: Gehen wir mal davon aus, dass du deine Freundin magst und sie nicht in eine unangenehme Situation bringen willst, richtig? Gut. Was würde deiner Freundin Spaß machen und worüber würde sie sich wirklich freuen? Wenn du beispielsweise weißt, dass sie schon immer mal ein Wochenende in Kopenhagen verbringen wollte, wäre ein Ladies-Weekend doch eine echte Option. Tagsüber shoppen und abends stundenlang im Hotelzimmer wach bleiben, in gemeinsamen Erinnerungen schwelgen und quatschen. Ist natürlich mit viel Planung verbunden und richtig günstig wird’s wohl auch nicht. Am besten ihr legt gleich am Anfang ein Budget fest, das jede bereit ist auszugeben, bevor ein paar Freundinnen am Ende nicht mitkommen können.

Eine Möglichkeit aus der Kategorie Feinschmecker, die euer Portemonnaie zwar auch reizen, aber nicht überreizen wird, ist schlicht, aber schön: Geht alle zusammen schick essen, brezelt euch mal so richtig auf und spielt feine Dame in einem Sternerestaurant. Probiert all das, was ihr schon immer mal essen wolltet, genießt jeden Schluck Champagner und freut euch des Lebens, dass ihr euch habt und mit eurer Freundin diesen besonderen Abend verbringen dürft. Wenn ihr keine Lust auf Etikette habt und euch lieber in ungezwungener Atmosphäre treffen wollt, könntet ihr auch einen Mietkoch für diese spezielle Gelegenheit engagieren, der exklusiv für euch hungrige Mädchen den Kochlöffel schwingt.

Low-Budget geht natürlich auch und das am besten draußen. Wandern, Picknick, Blumen pflücken. Einen Tag lang Heidi spielen und dabei einfach Zeit zusammen verbringen – denn darauf kommt es ja letztendlich an! Und dann ist es im Prinzip auch egal, ob Pralinenkurs, Wellness-Tag oder Dessous-Party. Wichtig ist, dass es für die Braut ein unvergesslicher Tag wird und sie spürt, dass ihr alle immer für sie da sein werdet – und wenn’s sein muss, sogar mit einem pinkfarbenem T-Shirt und Plastikkrönchen auf dem Kopf!